Fischspezialitäten des Vereins werden immer beliebter Fischereiverein Osterhofen-Arbing setzt auf Digitalisierung – Neues Fangbuch vorgestellt

Nicht zuletzt wegen der Ausgabe der Fischerjahreserlaubnisscheine war ein Großteil der derzeit 411 Mitglieder (davon 198 aktive) des Fischereivereins Osterhofen-Arbing zur Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag ins Gasthaus Thalhauser in Wallerdorf gekommen. Vorsitzender Roland Jummer, der bei der Neuwahl in einem Jahr nicht mehr kandidieren werde, gab einen ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2025, das für den Fischereiverein wieder weitgehend positiv verlief. Großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreut sich laut Jummer mittlerweile der Verkauf von Fischwürsten und weiteren Fischspezialitäten durch den Verein, der vor allem beim alljährlichen Fischerfest im Vereinshaus in Arbing und bei den Märkten der Stadt Osterhofen stattfindet und der zu einer wichtigen Einnahmequelle des Vereins geworden ist.

Viel Lob im Namen der Stadt

Stellvertretender Bürgermeister Kurt Erndl, der auch die Entlastung der Vorstandschaft beantragte und diese von der Versammlung genehmigt bekam, sprach in seinem Grußwort im Namen der Stadt Osterhofen dem Verein ein Dankeschön für seine gesellschaftliche Bereicherung des Stadtlebens aus, wobei er auf mehrere Hegefischen und das alljährliche Fischerfest in Arbing verwies. Erndls Dank galt dabei besonders der gesamten Vorstandschaft um Vorsitzenden Roland Jummer für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Unerwähnt ließ er auch nicht die Beteiligung des Vereins an den Märkten der Stadt mit dem Verkauf von Fischspezialitäten oder die Räumaktion Ramadama im April an der Donau und am Endlauer Weiher. Für die besonders erfolgreiche Jugendarbeit im Verein, die auch die Zukunft des Vereins garantiere, bekam vor allem Jugendleiterin Ursula Domasko ein Lob, wobei Erndl ergänzte, dass die Stadt den Verein speziell über die finanzielle Förderung der Jugendarbeit und über die kostengünstige Verpachtung von Gewässern unterstütze.

Im April jeweils ein Container voller Gerümpel

In seinem Rückblick auf 2025 kam Vorsitzender Jummer zunächst auf die Räumaktion Ramadama zu sprechen, bei der die Mitglieder jedes Jahr im April einen Container voll Müll und Gerümpel im Umfeld der Vereinsgewässer aufsammeln. Es sei dabei schon abenteuerlich zu sehen, wie sich Menschen im Umgang mit der Natur verhalten. Auch heuer und in den nächsten Jahren seien alle Mitglieder eingeladen, sich an der Räumaktion zu beteiligen. Bedauert wude vom Vorsitzenden das schwindende Interesse an der Teilnahme am Weiher-, Hege- und Königsfischen. Hatte der Verein in den 70er Jahren bei 250 Mitglieder dabei noch 80 Teilnehmer so seien es heute bei über 400 Mitgliedern nur noch jeweils um die 30 Teilnehmer. Dabei ermögliche gerade das Hegefischen Rückschlüsse auf den Fischbesatz und die Gewässerqualität ziehen zu können. Wegen der wenigen Teilnehmer sei auch die Menge an gefangenen Fischen gering, die dann für die Verkaufsaktionen fehlen. Nun mache sich die Vereinsführung Gedanken, wie das Interesse an den Veranstaltungen wieder gesteigert werden könne. Für Jugendliche sei die Teilnahme jeweils kostenfrei. Heuer werde ausprobiert, ob es auch im Hinblick auf die Fangergebnisse etwas bringt, das Weiherfischen früher und das Hegefischen später als bisher, also etwa Ende Mai, durchzuführen. Enttäuscht zeigte sich Jummer, dass beim letzten Ehrenabend 2025 im November bei Thalhauser in Wallerdorf, der zwar von den Mitgliedern wieder zahlreich angenommen wurde, von den etwa 30 zu Ehrenden für langjährige Mitgliedschaft aber nur eine handvoll gekommen waren und die restlichen unentschuldigt gefehlt hatten. Bei der Durchführung der jährlichen Hauptversammlung werde man am bisherigen Modus festhalten, da diese die Möglichkeit biete zumindest einmal im Jahr sich über wichtige Themen auszutauschen.

Bestens bewährt habe sich der Umzug des traditionellen Fischerfestes auf das Gelände der Arbinger Vereinsgemeinschaft. Von dieser sei der Fischereiverein herzlich aufgenommen worden und die Besucher würden von Jahr zu Jahr mehr. Wegen des geringen Interesses am Gedächtnis- und Freundschaftsfischen im September mit dem Nachbarverein Neßlbach werde nachgedacht, dieses aus dem Terminkalender zu streichen, so Jummer. Als gelungen bezeichnete er das erste Platzlfest des Kuturamtes der Stadt, bei dem sich die Gelegenheit bot, einmal mit anderen Vereinen etwas gemeinsam zu unternehmen. Auf das Königsfischen kommend, bei dem es jüngst Probleme mit der Organisation PETA gegeben hatte, betonte Jummer, dass der Verein an dieser Traditionsveranstaltung in jedem Fall festhalten werde, da er auch einen Fischerkönig brauche, der ihn bei überregionalen Veranstaltungen vertritt.

19 Josef unter den Mitgliedern

Umfangreich war das Zahlenwerk, das Kassier Christoph Dambeck in seinem Bericht präsentierte. So hat der Verein derzeit 411 Mitglieder, davon 198 aktive und 213 passive. 218 sind über 50 Jahre alt, 193 jünger als 50 Jahre. Unter allen Mitgliedern gibt es aber nur 18 Frauen und 19 der Männer haben die Vornamen Josef, hatte Dambeck herausgefunden. Unter den Ausgabeposten war auch angeführt, dass im Herbst 2025 wieder umfangreiche Besatzmaßnahmen in allen Vereinsgewässern durchgeführt wurden. Dambeck konnte auch darstellen, dass 2025 im Verein wiederum gut gewirtschaftet wurde, was ihm von den beiden Kassenprüfern Franz Koller und Franz Richter bei seiner Entlastung bestätigt wurde.

Auch Mädchen unter den 37 Nachwuchsfischern

Umfangreich war der Bericht der Jugendleiterin Ursula Domasko über das Vereinsgeschehen im Nachwuchsbereich. So konnten im vergangenen Jahr wieder verschiedene Veranstaltungen mit Unterstützung des Bezirksfischereiverbandes (BFV) Niederbayern durchgeführt werden. Stets beteiligten sich die Jugendlichen auch den den zahlreichen Veranstaltungen des Vereins. An den fünf Gruppenstunden nahmen durchschnittlich acht der 37 Nachwuchsfischer, drei davon sind Mädchen, teil. Beim Zeltlager am Rannasee erfuhren die Jungfischer vieles über die Fischerprüfung, Castingtechniken oder Knotentest und Fliegenbinden. Sechs Jugendliche hatten sich am ersten Jugendkönigsfischen am Endlauer Weiher beteiligt, wobei Moritz Füssl Jugendfischerkönig wurde. Domaskos Dank galt den Erwachsenen für die Übernahme des Patenamtes am Wasser, so dass einzelne Jugendliche mehrmals schon zum Angeln gehen konnten. Zusammen mit einigen Eltern von Jungfischern wurde die Herstellung von Karoffelsalat für das Fischerfest, das Platzlfest und den Karfreitag unterstützt. Der Dank von Ursula Domasko galt allen Unterstützern der Jugendarbeit durch Spenden und Angelgeräte, besonders aber ihrem Vorgänger im Amt Anton Ruschitschka, Uli Füssl, Markus Geisberger, Sigl, und ihrem Stellvertreter Ehemann Rudi Domasko für die tatkräftige Unterstützung auch beim Zeltlager.

Was 2025 im Verein so alles geschah

Traditionelle Veranstaltungen und spezielle Aktivitäten der Mitglieder des Fischereivereins Osterhofen-Arbing prägten den Bericht von Schriftführer Daniel Maidl. Hervorgehoben wurden hier das Hegefischen an der Donau und das Weiherfischen mit jeweils etwa 30 Teilnehmern sowie das wiederum von Mitgiedern und der Bevölkerung gut angenommene Fischerfest 2025 beim Vereinslokal Arbing. Die dabei verkauften Fischspezialitäten wurden von den Mitgliedern in zahlreichen Stunden, wie etwa mit dem Filetieren, zubereitet. Viele Stunden nahmen auch die Pflegemaßnahmen des Umfeldes des Trostweihers in Altenmarkt in Anspruch, etwa beim Ausbau des Zufahrtsweges. Mehrmals traf sich 2025 der Vereinsausschuss, um wichtige Themen zu beraten. Seinen Einsatz für eine saubere Natur zeigte der Verein im April 2025 bei seiner alljährlichen Räumungsaktion Ramadama an den Vereinsgewässern, wobei wiederum viel Unrat entfernt werden musste. Mit 100 Teilnehmern war zum Jahresabschluss der Ehrenabend im Gasthaus Thalhauser in Wallerdorf gut besucht. Im Herbst waren auch wieder an allen Vereinsgewässern Besatzmaßnahmen durchgeführt worden. Ausführlich ging Maidl noch auf die Ergebnisse beim Hegefischen am 4. Mai an der Donau, beim Weiherfischen am 15. Juni, beim Königsfischen am 27. Juli sowie am Freundschafts- und Gedächtnisfischen am 21. September ein.

Ersatztermin für Kartenausgabe und Vorschau

In seinen abschließenden Ausführungen hob Vorsitzender Jummer hervor, dass der Ankauf der Fischereirechte an der Donau bei Piflitz eine wichtige Investition in die Zukunft des Vereins gewesen sei. Sein besonderer Dank galt allen Vorstands- und Ausschussmitgliedern für die gute Zusammenarbeit sowie den Unterstützern des Vereins durch Spenden und geopferte Freizeit. Anstrengungen werden unternommen, um die Digitalisierung im Verein noch weiter voranzutreiben. Dabei sollen aber die Jahreskarten in Papierform bestehen bleiben. Schließlich stand noch das Thema „Neues Fangbuch“ an, wozu Jummer sowie Daniel Maidl und Markus Geisberger Erläuterungen gaben. Zuverlässige Angaben darin seien vor allem für die Bewirtschaftung der Vereinsgewässer wichtig und dienten somit dem Hegeziel. An alle aktiven Fischer richtete Jummer noch die Bitte, sich an den Vereinsgewässern vernünftig zu verhalten und alle Regeln und Gesetze einzuhalten. Für alle, die bei der Jahreshauptversammlung ihre Jahreserlaubniskarten nicht abholen konnten, wurde ein Ersatztermin festgelegt und zwar der 21. Februar von 10 bis 11 Uhr im Vereinsheim in Arbing. Jummer gab schließlich noch den Terminkalender des Vereins für 2026 bekannt, der wiederum alle üblichen Termine des vergangenen Jahres umfasst. So findet am 18. April die Räumaktion statt, am 3. Mai das Weiherfischen, am 14. Juni das Hegefischen, am 12. Juli das Königsfischen. Das Fischerfest 2026 ist am 26. Juli geplant, der Ehrenabend am 21. Novemver und die Jahreshauptversammlung 2027 am 6. Januar 2027.
Eingangs hatte Vorsitzender Jummer nach dem Gedenken an die fünf im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder unter den Versammlungsteilnehmern noch zweiten Bürgermeister Kurt Erndl und Stadtrat Robert Kröll sowie die Ehrenmitglieder Alfons Hankofer, Franz Ammeseder, Anton Ruschitschka, Franz Richter, Franz Koller und Hans Schwinghammer besonders begrüßt.

  

Von: Dieter Winter Quelle: OZ